„Make it happen“ | Selma Prodanovic im Gespräch | #Interviewserie Ep. 059

#InterviewSerie – Entschuldige die schlechte Audioqualität. Leider hat sich ein Rauschen eingeschlichen. 🙁

Selma Prodanovic die Grande Dame der österreichischen Start-Up Szene erzählt im Gespräch mit Andreas Schachenhuber über die großen Herausforderungen Ihrer Karriere und wie Sie diese gemeistert hat und warum Sie von Ihren Kindern genauso viel gelernt hat wie von Dalai Lama. Das Leben ist nicht schwarz oder weiß, es hat sehr viele Schattierungen und genau das macht es so lebenswert.

Heute experimentiere ich mit den Shownotes und habe zum Interview „stichwortartig“ den Inhalt zusammengefasst, damit du im Nachgang die essentiellen Elemente verfügbar hast:

Das Leben stößt einen immer wieder darauf in welchen Bereichen es notwendig ist sich weiterzuentwickeln.

Sobald man keine Zeit mehr für sich selbst hat und den schönen Dingen im Leben keinen Raum mehr gibt, wird man leer. 

Tja, wie war Selma’s Leben bis dato: Rosa

Wenn man sich den Flug von Sullenberger und die Landung im Hudson River anschaut so wurde hier nach 40 Jahren Fliegen eine Entscheidung getroffen. Aufgrund einiger weniger Sekunden wird man dann in Erinnerung behalten, entweder als Hero oder Loser. Unabhängig davon wie gut oder schlecht man die 40 Jahre davor performt hat.

Wir vergessen sehr oft in unserem Leben, dass wir einen anstrengenden Lernprozess verfolgen und von Kindern können wir sehr viel lernen, 1000 mal hingefallen, 1000 mal aufgestanden. Es braucht einfach Zeit. Es braucht Fehler.

In der Lehre hat Selma viel gelernt von Jugendlichen. Insbesondere Neugier. Diese Neugier hat für Selma große Bedeutung.

Offenheit ist im Leben von Selma sehr wichtig denn das Leben bringt oft viele unterwartete Sachen. Es kommt immer anders als erwartet.

Wir lernen ständig, vorausgesetzt wir wollen das auch. Es ist wichtig sich bewusst dafür Zeit zu nehmen. Für Podcasts, Bücher, etc., einfach Zeit nehmen um zu lernen. 

Je mehr man weiß, umso weniger weiß man. Ständig die Augen offen zu halten ist sehr wichtig.

3 Tage mit Dalai Lama verbracht und von ihm genauso viel gelernt wie von den eigenen Kindern. Viele Geschäftsideen kamen von den eigenen Kindern. Dieses neugierige Schauen und Entdecken ist inspirierend, einfach alles zu hinterfragen.

Selma hat die Fähigkeit aus vielen unterschiedlichen Bereichen zu lernen und das auf andere Bereiche anzuwenden. z.B. Selma‘s Consultingunternehmen ist aufgebaut wie eine Filmproduktion.

Die Einstellung ist viel wichtiger als das ganze Wissen und Kreativität. Wenn man will findet man Lösungen und Wege.  Expertise unterstützt dann dabei mehr zu sehen und die Zusammenhänge besser erkennen zu können.

Die kreativste Zeit war in der Zeit mit den Kindern. Da konnte sie sich mit ganz anderen Themen beschäftigen. 6 Stunden fokussiert arbeiten besser, als 12 Stunden am Stück.

Die Ruhe und der Fortschritt kommt aus strukturierten Tagen und Wochen.

Die Familie hat Halt gegeben in den schwierigen Phasen des Lebens. Denn. irgendwo braucht man Halt, sonst funktioniert es nur schwer.

Der Gedanke an Routine macht Selma wahnsinnig. Trotzdem ist Routine wichtig zu gewissen Perioden im Leben. Struktur und Grenzen sind notwendig umd die gewohnten Wege durchbrechen zu können.

Was ist wichtig im Leben? Die banalen Dinge sind wichtig im Leben: Wieviel Freizeit? Wieviel Urlaub? Es sind die kleinen Dinge.

Es ist schön unterschiedlichen Zugänge zum Leben zu sehen, nur dadurch gelingt es neue Produkte und Services zu entwickeln.

Ich tue mich schwer mich selbst als Berater zu sehen. Ich bin keine Beraterin, ich habe das selbst durchlebt. Ich bin selbst durch all diese Schwierigkeiten gegangen. Advisor oder Counselor trifft es wohl besser.

Orakel von Delphi: Wer bin ich? Welchen Beitrag möchte ich leisten? Das ist ein Prozess, der niemals endet.

Bei Unternehmen schaue ich immer auf die große Vision. Da stellt sich die Frage wie schaut diese Vision aus und wie komme ich dort hin?

Im Business macht es Sinn sich mit „Long term thinking“ zu beschäftigen und sich das Endergebnis vorzustellen um dann den Weg anzupassen. Denn so lange man weiß wo man hin will und welche Werte dahinterstehen, kann entlang des Weges nicht viel schief gehen.

Du bist unzufrieden? Gründe ein Unternehmen, so wie du es haben willst. Und dann einfach durchziehen.

Eine „Fluid Organization“ ist wichtiger denn je um schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Flexibilität ist wichtig.

Auf einem A4 Zettel gelingt es alle wichtigen Dinge festzuhalten. Der Kern der Strategie und Vision ist darauf abgebildet. Dann wird nur noch in 30 Jahren, einem halben Jahr und operativ geplant. Dieser Zugang ist essentiell.

Die Digitalisierung bietet viele Chancen. Es geht darum Möglichkeiten anzubieten. Es ist viel besser als prophezeit wird. Ich finde es verantwortungslos den Menschen zur Digitalisierung soviel Angst zu machen.

Wir können die Welt nachhaltig zum positiven verändern und es braucht Leute die dran arbeiten.

Wichtigstes Zitat: „Make it happen.“

Ratschlag an Selma‘s 20 jähriges ich: „Sei viel netter zu dir selbst.“

Abschließender Ratschlag an die Zuhörer: „Meine Realität ist besser geworden als meine wildesten Träume. Träumt  groß und make it happen.”

Ich freue mich auf deine Rückmeldung bzw. Feedback zu dem Interview unter andreas@schachenhuber.com

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Gute Unterhaltung.

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