Kurzzeit-Gedächtnis

Warum verdammt nochmal bin ich immer so gestresst? Wer hat sich noch nicht diese Frage gestellt?

Ein Grund, warum wir oftmals gestresst sind, ist, weil wir versuchen, uns Dinge zu merken, die unser Gehirn oftmals gar nicht leisten kann. Gehen wir ins Detail.

Wer hat nicht schon versucht, sich seine Einkaufsliste zu merken und hat mit einer hohen Wahrscheinlichkeit etwas vergessen? Ja, auch ich bin einer davon und ich kenne das Gefühl nur zu gut. Warum ist das so? Ganz einfach, es ist physiologisch bedingt. Das menschliche Gehirn ist nicht in der Lage, mehr als 5 +/- 2 Elemente im Kurzzeitgedächtnis zu behalten (auch bekannt als Miller`sche Zahl). Kommen also neue Elemente hinzu, fallen hinten Elemente runter. Das verursacht Stress. Fallen Elemente hinten runter, also vergisst man Elemente, versucht man sich wieder zu besinnen, nach dem Motto: Was sollte ich nochmal einkaufen? Was hatte ich mir nochmal gedacht?

In diesem Fall ist sehr hilfreich, Dinge zu externalisieren. Sei es auf einem Notizblock, auf dem Smartphone oder am Computer. Dies führt bereits in dem Moment, wo du es aufschreibst, zu einer Erleichterung. Wenn ich das mache, denke ich mir danach oft: Was, mehr war es gar nicht? War da nicht sonst noch etwas? Und es ist unglaublich befreiend. Das ist das Wunderschöne an dieser Übung.

Hier stellt sich einmal mehr heraus, dass unser Gehirn nicht dafür geeignet ist, sich Dinge kurzfristig zu merken. Nutze dein Gehirn für Dinge, für die es auch geeignet ist. Sei kreativ, sei konzeptionell, entwickle Dinge.

Noch eine kleine Anmerkung aus eigener Erfahrung: Wäre unser Gehirn dafür gemacht, dass wir uns Dinge merken, dann würde es mir/euch nicht ständig passieren, dass wir die einfachsten Dinge vergessen. Wer kennt das nicht: Die Batterien in der Fernbedienung sind leer. Wann kommen wir darauf, dass die Batterien leer sind? Nicht etwa, wenn wir einkaufen sind und vor dem Einkaufsregal mit Batterien stehen, nein, genau dann, wenn wir das nächste Mal das Gerät einschalten möchten. Du kennst das sicher.

Einen Tipp möchte ich dir noch geben: Wie kann man diese Dinge am einfachsten am Arbeitsplatz umsetzen? Oftmals hilft es, sich hinzusetzen, bevor man eine Aufgabe startet, und zu überlegen, was alles getan werden muss. Diese Dinge schreibst du dir auf. Das kann physisch auf einem Zettel oder auch elektronisch sein. Anschließend arbeitest du diese Dinge der Reihe nach ab. Dies hat mehrere Vorteile: Einerseits weißt du genau, wo du gerade bist. Solltest du unterbrochen werden (Telefon, Kollege, Chef oder andere Personen), kannst du danach nahtlos weitermachen und du bekommst Dinge reibungsloser umgesetzt.

Das sind Dinge, die in der Umsetzung sehr einfach sind, versuche diese kleinen Tricks einmal in deinem Alltag. Du wirst eine Veränderung feststellen und du wirst sehen, dass du viel entspannter an Themen herangehst.

Ich bin schon gespannt, wie es dir dabei ergeht. Lasse mich an deiner Geschichte teilhaben. Ich freue mich auf deine Antwort oder auf deinen Kommentar.

Weitere Tipps folgen.

Liebe Grüße, Andreas