Stanglwirt Juniorchefin Maria Hauser über persönliches Wachstum, Geschäftsstrategie & Konfliktkultur | #InterviewSerie Ep. 076

#InterviewSerie

Maria Hauser die Juniorchefin des Stanglwirts in Tirol geht im Gespräch mit Andreas Schachenhuber darauf ein wie wichtig es ist im Betrieb die Unternehmensvision und den Grund für dessen Existenz zu leben und zu kommunizieren. Sie erklärt, warum es sich immer rechnet, wenn man in die eigenen MitarbeiterInnen investiert und wie es im familiären Verbund aussieht, wenn mal so richtig die Fetzen fliegen.

Maria hat in Australien studiert und in Amerika gearbeitet bevor sie dem heimatlichen Ruf zurück zum Stanglwirt gefolgt ist. Dort ist sie heute für Marketing & PR sowie Qualitätssicherung verantwortlich. Unter anderem fällt die Organisation der legendären Weißwurstparty in ihren Aufgabenbereich.

Wenn dich interessiert, was sie genau zu den einzelnen Themen zu sagen hat, dann höre in den angefügten Podcast rein.

Gute Unterhaltung.


Finde hier die Shownotes, welche den Verlauf des Gesprächs widerspiegeln. Links findest du am Ende des Beitrages:

Einführung
Maria hat im Ausland gelernt offen auf fremde Menschen zuzugehen. Sie ist als schüchterner Mensch weggegangen und als selbstsicherer Mensch zurückgekommen. Sie erzählt wie schnell es passiert und man schubladisiert bzw. kategorisiert andere Menschen.
Sydney war eine große Herausforderung, nach anfänglichen Schwierigkeiten, ist es ab dem 2. Tag aufwärts gegangen. Denn nur wenn man aus sich herausgeht, kann man gewinnen.

Geschäftsstrategie
Unternehmensübergabe ist eine Herausforderung. Vater Balthasar hängt nach wie vor stark an seinem Unternehmen. Der Stanglwirt ist eine kleine eigene Welt, wo die Familie sehr eng zusammenarbeitet. Bei Vater Balthasar läuft alles zusammen. Denn jeder soll seine Stimme spielen, es braucht jedoch einen Dirigenten, der alles anleitet.
Der Stanglwirt hat ein starkes und klares Warum. Dieses Warum wird von allen MitarbeiterInnen & von KundInnen verstanden.
Dadurch gelingt es viele MitarbeiterInnen aus der Region sehr lange an Bord zu halten. Das hat einen großen Wert.
Dadurch werden Stammgäste zu Markenbotschaftern.

Fühle ich mich an meinem Arbeitsplatz zu Hause? Fühle ich mich wohl? Das sind die wichtigen Fragen.
Aktuell wird ein neues Mitarbeiterhaus mit 130 Wohneinheiten gebaut (aus Vollholz, biologisch, energieautark). Jeder Mitarbeiter bekommt seine eigene Stube. Diese hohen Kosten rechnen sich. Der Mitarbeiter soll sich wohlfühlen.
Richard Branson sagte bereits, dass die Mitarbeiter wichtig sind. Diese haben den direkten Kundenkontakt. Denn am Ende des Tages, bewahrheitet sich auch hier: Wer billig kauft, kauft teuer.

Konflikte
Streitkultur ist so wichtig. Dies wurde bei den Hauser’s schon sehr früh im Elternhaus kultiviert. Da fliegen schon mal richtig die Fetzen. Ehrlichkeit ist wichtig. Danach passt auch wieder alles und jeder weiß, woran er ist. Das ist ganz normal, denn nur durch Reibung entsteht Wärme. Familie ist nicht immer nur Harmonie.
Genau deshalb ist die Klarheit so wichtig, denn nur dadurch entsteht Harmonie.
Engste Mitarbeiterin hat Maria sehr offen auf das Thema Zeitmanagement angesprochen. Und genau dieses Feedback ist sehr wichtig um sich weiterentwickeln zu können.
Das Optimum ist früher erreicht als das Maximum. (Zitat – Balthasar Hauser)
Stanglwirt ist einer der TOP 3 Hotellerie Betriebe in ganz Österreich. Im operativen Tagesgeschäft ist einem das oft nicht bewusst, wie groß das Unternehmen ist. Der Dank jedoch gebührt jedem einzelnen Gast.

Phase des Zurückkommens für Maria aus den USA
Anfangs war es schwierig. Tests waren alltäglich von Mitarbeitern. Anfangs musste sich Maria durchboxen. Zeitgleich wurde sie gut in die operativen Tätigkeiten eingeführt.
Jedoch ist zu sagen, dass „ohne Fleiß, kein Preis“ folgt, denn „es wird einem nichts geschenkt“. Erfolgreiche Menschen arbeiten hart und die Herausforderungen die vor der nächsten Generation des Stanglwirts stehen sind sehr groß und da passiert es schon, dass einen viele beim Scheitern sehen wollen.
Sich im Alltag den frischen Blick zu behalten ist die größte Herausforderung.
Jeder Person, die Maria Gegenwind gibt, möchte sie einen Dankesbrief senden. Diese Personen haben sie nur noch stärker gemacht.
Weiterentwickeln und bloß nicht stehen bleiben ist das große Mantra von Maria und sie treibt intern viele Themen voran, sodass es schon mal passiert, dass Vater Balthasar sie einbremst. Die ältere Generation steht hier immer mit Rat und Tat zur Verfügung. Die Mischung von Alt und Jung macht es aus.

Maria’s Lieblingszitat
„Es muss vom Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll.“ (Goethe)
Es sind die einfachen Dinge, die zeitgleich die schwierigsten sind.


Ich freue mich auf deine Rückmeldung bzw. Feedback zu dem Interview unter andreas@schachenhuber.com

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Vielen Dank.

Gute Unterhaltung.


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